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Venezuela in 2019

Beantragte Projekte in 2019
J
203
Project
applications
K
108
Funded
projects
Finanzierte Projekte in 2019
Head of Section

Hyperinflation und Korruption trieben Venezuela 2019 wirtschaftlich weiter in den Abgrund. Millionen haben das Land bereits verlassen. Landesweite Proteste in weiten Teilen der Bevölkerung schwächten die Position des Machthabers Nicolas Maduro. Dies änderte jedoch nichts daran, dass er weiterhin an der Macht ist. In der desaströsen Lage ist die Kirche oft die einzige Institution, der die Menschen noch vertrauen. Doch ihr fehlen schlicht die finanziellen Mittel, um ihren Aufgaben nachzukommen. Unsere Hilfe für die Kirche in Venezuela ist daher in erster Linie Überlebenshilfe.

Die wirtschaftliche Not ist in Venezuela überall spürbar. Die Regale der Geschäfte sind leer. Wenn es überhaupt Waren gibt, sind sie nur gegen Dollar erhältlich. Die Inflation ist astronomisch, die Kriminalität grenzenlos. Alte, Kinder und Kranke sterben, weil Medikamente fehlen und der Strom ausfällt – auch in den Krankenhäusern. Derweil hat Maduro die Wirtschaft seinen Generälen zur Ausbeutung überlassen. Vom Reichtum des Landes, das über die größten Ölreserven der Welt verfügt, profitiert damit weiterhin nur eine kleine Elite, während die große Mehrheit in Not und Elend lebt.

Seelsorge in einem venezolanischen Altenheim.
Seelsorge in einem venezolanischen Altenheim.

Mehr denn je ist die Kirche Venezuelas das Rückgrat des Volkes. Sie ist die Institution, die bei aller Konfrontation immer wieder zur Suche von friedlichen Lösungen mahnt und die Botschaft der Liebe und der Hoffnung verkündet. Dabei ist sie dringend auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. ACN gehört dabei zu ihren wichtigsten Partnern.

Auf der Via Crucis, dem Kreuzweg in Tucupita, Venezuela.
Auf der Via Crucis, dem Kreuzweg in Tucupita, Venezuela.

2019 erreichten uns aus Venezuela 200 Anträge mit der Bitte um Unterstützung. Darunter allein 30 Bittgesuche für Nothilfe. Zum Beispiel zur Stromerzeugung mit Solaranlagen oder zum Bau von Brunnen zur Wassergewinnung. Eine halbe Million Euro stellten wir in Form von Mess-Stipendien zur Existenzhilfe von Priestern zur Verfügung. Erstmals erhielten auch Ordensschwestern reine Überlebenshilfe.

In der größten Krise ist die Kirche das Rückgrat des Volkes.

Leider wachsen mit der wirtschaftlichen und sozialen Not auch die Glaubenszweifel der Venezolaner. Gut ein Drittel der rund 1 Million Euro, mit denen wir 2019 in Venezuela geholfen haben, ist deshalb in Pastoralprojekte geflossen, um den Glauben der Menschen zu stärken.