Menü
Menü

Chile in 2019

Beantragte Projekte in 2019
J
46
Project
applications
K
21
Funded
projects
Finanzierte Projekte in 2019
Head of Section

In Chile hat die katholische Kirche nach zahlreichen Missbrauchsskandalen in den vergangenen Jahren große Vertrauensverluste hinnehmen müssen. Zwar sind offiziellen Angaben zufolge weiterhin zwei Drittel der 17,9 Millionen Chilenen katholisch, nach Umfragen liegt der Anteil der Katholiken aber lediglich bei 45 Prozent. Trotz Vertrauenskrise sind viele Gläubige weiterhin sehr engagiert im kirchlichen Leben. ACN fördert in Chile den Bau von Kapellen, die Aus- und Weiterbildung von Priestern und unterstützt sie mit Mess-Stipendien. Aber auch katechetisches Material sowie Ausgaben des YOUCAT und des DOCAT werden zur Verfügung gestellt.

Im Herbst 2019 kam es in Chile nach einem Preisanstieg im öffentlichen Personennahverkehr zu Protesten, die sich gegen die soziale Ungleichheit im Lande richteten und in Gewaltexzessen eskalierten. Dabei war auch die katholische Kirche das Ziel von Unmut und Hass einiger Gruppen von Demonstranten. So wurden zwischen Mitte Oktober und Ende 2019 rund 40 Gotteshäuser Opfer von Vandalismus und Brandanschlägen.

So wurden zwischen Mitte Oktober und Ende 2019 rund 40 Gotteshäuser Opfer von Vandalismus und Brandanschlägen.
So wurden zwischen Mitte Oktober und Ende 2019 rund 40 Gotteshäuser Opfer von Vandalismus und Brandanschlägen.

Von einem schweren Anschlag am 8. November auf die Mariä-Himmelfahrts-Kirche in der Hauptstadt Santiago war auch ACN betroffen. Denn der Pfarrer der Kirche, Pedro Narbona, ist zugleich der geistliche Assistent des chilenischen Nationalbüros unserer Stiftung.

Voll Sorge schauen wir derzeit auf die Gewalt, die sich auch gegen die Kirche richtet.

Maria Covarrubias, Präsidentin von ACN Chile

Das Gotteshaus wurde von Vermummten angegriffen, Kirchenbänke und Heiligenbilder wurden auf die Straße geworfen, zerstört und in Brand gesteckt, die Wände mit beleidigenden Graffiti beschmiert. Die katholische Kirche in Chile rief öffentlich zu Frieden und Versöhnung im Land auf.