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Bangladesch in 2018

Trotz erfreulichem Wirtschaftswachstum leidet ein Großteil der rund 163 Millionen Einwohner immer noch unter Armut, die sich durch Naturkatastrophen weiter verschärft. Dadurch verliert die Landbevölkerung zunehmend ihre Lebensgrundlage und wandert massenweise in die Ballungsräume ab. Die pastorale Betreuung der Neuankömmlinge in den Städten, aber auch die Diskriminierungserfahrung stellen die Ortskirche vor große Herausforderungen. ACN engagiert sich hier mit zahlreichen Förderprojekten, vor allem in der Familien- und Jugendseelsorge.

Muslime machen in Bangladesch fast 90 Prozent der Bevölkerung aus. Die zweitgrößte Gruppe sind Hindus. Nur 600.000 Menschen sind Christen, davon 380.000 Katholiken. Dennoch spielt die katholische Kirche hier eine wichtige Rolle im Bildungs- und Gesundheitswesen. So besuchen jährlich 100.000 Schüler katholische Schulen, die Mehrheit davon sind Muslime. Auf der anderen Seite werden Christen in Bangladesch häufig von Muslimen diskriminiert. Nicht nur aufgrund ihres Glaubens, sondern auch wegen ihrer ethnischen Abstammung, denn viele von ihnen haben indigene Wurzeln.

» Oft ist die Kirche die einzige Institution, die sich für die Minder- heiten einsetzt. «

Oft ist die Kirche hier die einzige Institution, die sich für die Rechte der Minderheiten einsetzt und die freie Glaubensausübung verteidigt. ACN unterstützt die Ortskirche dabei und fördert verstärkt die Familien- und Jugendseelsorge, die dazu beiträgt, dass der Glaube in diesem schwierigen Umfeld blühen kann. Zu den weiteren Förderprojekten gehören Mess-Stipendien, die Anschaffung von Fahrzeugen sowie der Bau von kirchlichen Gebäuden, die das „Herz“ der christlichen Gemeinden sind.

In Glasnogar, pupils help build a chapel for the Marist Brothers of Bangladesh.
Schüler helfen in Glasnogar beim Bau einer Kapelle der Maristen-Brüder in Bangladesch.

Eingeschränkte Rechte für Christen

Laut Verfassung haben ethnische und religiöse Minderheiten nur eingeschränkte Rechte. So müssen zum Beispiel viele Christen Benachteiligungen bei der Arbeitssuche hinnehmen oder werden Opfer von Landraub. In den staatlichen Schulen ist leider auch die Diskriminierung von christlichen Schülern an der Tagesordnung.