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Tansania in 2018

Anzahl Projekte 2018
J
321
Project
applications
K
107
Funded
projects
Art der Projekte 2018
Projektreferent

Mehr als die Hälfte der 57 Millionen Einwohner des ostafrikanischen Landes sind Christen, die meisten davon katholisch. Doch Tansania ist von einer aggressiven Expansionspolitik des fundamentalistischen Islam geprägt, die von den Ölstaaten gefördert wird. Die Küstengebiete und der Norden des Festlands sind bereits überwiegend muslimisch und auf der fast gänzlich muslimischen Insel Sansibar kommt es nicht selten zu Übergriffen gegen Christen. ACN unterstützt die Ortskirche bei dringenden Bauprojekten, bei der Priesterausbildung und mit Existenzhilfen, um ihre Präsenz im Land zu stärken.

Der zunehmende Islamismus ist die größte Herausforderung für die katholische Kirche in Tansania. Zahlreiche neugebaute Moscheen beeindrucken Gläubige aller Konfessionen. Haben die Christen kein Gotteshaus vorzuweisen, werden sie verachtet und fühlen sich minderwertig. Deshalb liegt ACN die Förderung zum Bau von Kirchen und Kapellen in Tansania sehr am Herzen, denn ein eigenes Gotteshaus verleiht den Gläubigen Identität und Selbstbewusstsein.

» Wir wollen dem Sog des Islam entgehen! «

Ein zusätzliches Problem für die Kirche ist der weitverbreitete Aberglaube. Hier gibt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. So glauben viele an Hexerei, Behinderung gilt als Fluch oder als Strafe für eine böse Tat und Albinos werden verfolgt, ausgegrenzt oder getötet, um aus ihren Körperteilen „Zaubermittel“ herzustellen. In manchen Gebieten liegt die Analphabeten-Rate bei 75 Prozent und vielerorts fehlt es an medizinischen Grundkenntnissen, um Krankheiten zu vermeiden oder zu behandeln. Probleme, die ohne das Engagement und die Fürsorge der Ordensfrauen für die Kirche kaum zu bewältigen wären. Sie stehen der Bevölkerung unermüdlich mit Rat und Tat zur Seite. Ein Grund, warum ACN nicht nur Priester, sondern auch viele Schwestern durch Existenzhilfen unterstützt.