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Niger in 2016

Number of projects in 2016
J
6
Project
applications
K
3
Funded
projects
Type of projects in 2016
Head of Section

In der ehemaligen französischen Kolonie leben heute rund 17 Millionen Menschen. Weniger als 2 % der Bevölkerung im Niger sind nicht-muslimischen Glaubens. Seit den Anschlägen in den letzten zwei Jahren auf Christen in den Nachbarländern Burkina Faso und in Mali gibt es auch im französischsprachigen Niger zunehmend Gewalt gegen Christen. ACN stellte 2016 Förderhilfe für die Existenzsicherung von katholischen Priestern sowie für die geistliche Ausbildung von Jugendlichen und Schwestern zur Verfügung.

» Glaubensbildung als Zeichen der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. «

Am 16. und 17. Januar 2015 griff die islamische Gewalt in Folge des Terroranschlags aufgrund der Verbreitung von Mohammed-Karikaturen in der satirischen Zeitschrift Charlie Hebdo in Paris auch auf andere französischsprechenden Länder über. So wurden im Niger im Laufe von nur vier Stunden etwa 80 % der christlichen Kirchen zerstört. Am stärksten betroffenen waren Gebäude in der Hauptstadt Niamey und in der zweitgrößten Stadt Zinder.

Beichte in der Kirche von Diffa.
Beichte in der Kirche von Diffa.

Darüber hinaus gab es gewaltsame Übergriffe auf Christen. Rund 70 Verdächtige wurden nach den Anschlägen verhaftet. Doch bis zum heutigen Tag wurde keiner der verhafteten Personen vor Gericht gestellt, was die Angst unter der kleinen christlichen Gemeinschaft zusätzlich verstärkt.

Heilige Kommunion in einem Camp, wo junge Christen und Muslime zusammenleben.
Heilige Kommunion in einem Camp, wo junge Christen und Muslime zusammenleben.

Um die christliche Präsenz im Land aufrecht zu erhalten, ist die Existenzhilfe von Priestern und die Ausbildung von Jugendlichen und Schwestern ein wichtiges Zeichen, um die Zukunft der Katholischen Kirche im Niger zu sichern. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit der Ortskirche.

So konnten wir 2016 zum Beispiel für die „Fraternité des Servantes du Christ“ in Tibiri und Dan Bako eine Stipendien- Hilfe für Schwestern sichern, die sich damit in den kleinen Gemeinden neben ihrer pastoralen Arbeit auch in Ernährung und Hygiene fortbilden.