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Demokratische Republik Kongo in 2019

Beantragte Projekte in 2019
J
388
Project
applications
K
268
Funded
projects
Finanzierte Projekte in 2019
Head of Section

Die Demokratische Republik Kongo ist flächenmäßig viermal so groß wie Frankreich und verfügt über reiche Bodenschätze wie Gold, Diamanten, Erze und Erdöl. Trotz des Reichtums an Ressourcen lebt ein Großteil der 85 Millionen Einwohner in tiefer Armut, denn Politik und Wirtschaft sind von Gier und Korruption geprägt. Hinzu kommen bewaffnete Konflikte ständig wechselnder Rebellengruppierungen. Wo der Staat bei sozialen, politischen und Entwicklungsproblemen versagt, muss häufig die Kirche einspringen. Um ihren Aufgaben gerecht zu werden, konnte sie auch 2019 wieder auf die Unterstützung von ACN zählen.

Der Regierungswechsel war 2019 das zentrale Ereignis in der Demokratischen Republik Kongo. Die Kirche hatte sich im Vorfeld der Wahlen an den Protesten gegen den langjährigen Präsidenten Joseph Kabila beteiligt. Und die Proteste zeigten Erfolg. Der Präsident ließ seine Kandidatur fallen. Dies war ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen Korruption und Willkür im politischen System. Seitdem ruhen viele Hoffnungen auf dem neuen Präsidenten Félix Tshisekedi.

Weil fließendes Wasser fehlt, muss es vom Brunnen geholt werden.
Weil fließendes Wasser fehlt, muss es vom Brunnen geholt werden.

Ende November 2019 wandten sich die Bischöfe der Diözesen Butembo Beni und Uvira mit einem offenen Brief an den Präsidenten, um auf die weiterhin herrschende Gewalt und Unsicherheit im Osten des Landes aufmerksam zu machen und die Regierung aufzufordern, endlich wirksame Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Die Kirche ist im Kongo eine unüberhörbare Stimme, wenn es darum geht, auf Missstände hinzuweisen und den gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben.

Eine Schwester der Töchter der Auferstehung bei der Betreuung eines unterernährten Kindes in Bukavu-Mirhi.
Eine Schwester der Töchter der Auferstehung bei der Betreuung eines unterernährten Kindes in Bukavu-Mirhi.

Undenkbar ohne eine stabile pastorale und seelsorgerische Basisarbeit von Priestern und Ordensleuten, die ihren Dienst oft unter schwierigsten Bedingungen meistern müssen. ACN hilft ihnen nicht nur bei der Sanierung ihrer oft maroden Pfarrhäuser, sondern stellt auch Fahrzeuge für die Seelsorge zur Verfügung.

 Das, was ACN bietet, leistet keine andere Organisation.

Außerdem leisten wir Förderbeiträge zur Ausbildung der angehenden Priester, Ordensleute und Katechisten.

Unterstützung für 97 Seminaristen

Im Februar 2017 wurde das Christkönigs-Priesterseminar in Malole in der Erzdiözese Kananga im Süden des Kongos von Rebellen geplündert, verwüstet und teilweise in Brand gesteckt. Mit Hilfe von ACN konnte das Seminar wieder aufgebaut werden. Inzwischen studieren dort 97 Seminaristen – mehr als je zuvor! Ihre Ausbildung haben wir 2019 mit 8.000 Euro unterstützt. Weitere 7.200 Euro gingen in Form von Mess-Stipendien an Lehrkräfte des Seminars.